Auswirkungen der Arbeitserlaubnis für EU-Osteuropäer ab 1. Mai

140000 Arbeitnehmer pro Jahr

Ab dem 1. Mai gilt die volle Arbeitsfreizügigkeit für die Länder Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Polen, Estland, Lettland und Litauen. Der Chef der Arbeitsagentur, Frank Jürgen Weise, glaubt, dass dadurch bis zu 140 000 Menschen im Jahr nach Deutschland kommen werden. Gerade in den Grenzregionen zu Osteuropa müssen sich deutsche Arbeitnehmer auf einen steigenden Wettbewerb einstellen. Besonders in der Zeitarbeitsbranche wird der Konkurrenzdruck steigen, was sich vor allem in niedrigeren Löhnen widerspiegeln wird. Fachkräfte werden weniger nach Deutschland kommen, obwohl diese angesichts des Fachkräftemangels am dringendsten gebraucht werden. Diese gehen zu meist nach England, weil sie dort weniger Sprachbarrieren haben.

Vor und Nachteile der Arbeitsfreizügigkeit

Das Bundesvorstandsmitglied Heinrich Alt glaubt, dass die Zuwanderer aus dem osteuropäischen Ausland ein echter Zugewinn für Deutschland sind. Im Gegensatz dazu meint der Ver.di-Chef Bsirske, dass die Zuwanderer die Löhne senken werden, weil diese bereit sind für weniger Geld zu arbeiten, als üblich ist.
Das Institut für Arbeitsmarktforschung teilt die Auffassung des Ver.di-Chefs nicht. Deren Modellrechnungen lassen auf längere Sicht nach keine negativen Effekte erkennen, welche sich in höherer Arbeitslosigkeit oder geringere Löhne widerspiegeln.

Das DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach gibt die Empfehlung einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einzuführen und Leiharbeiter die gleiche Vergütung zu zahlen wie festangestellten Mitarbeitern.

Als ein großes Problem könnten sich allerdings die Beschäftigen entwickeln, die in ihrem Heimatland angestellt sind und kurzfristig nach Deutschland entsandt werden. Bei diesen Beschäftigten gelten dann die Standards des Heimatlandes.

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